Autor: Ulrich Bauer sen D-73751
Ostfildern Ulr.Bauer@angora.de
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Verkauf an Reisegruppen (460)
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Busreisen organisieren für Besucher Gruppen |
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Eines Tages, wir waren mit der Firma Angora Moden von Kemnat nach Deizisau gezogen, klingelte mein Telefon.
Von einem Werbeunternehmen, das Busreisen organisierte, wurde ich angerufen und gefragt, ob sie mir täglich 3 Busse mit Besuchern zukommen lassen könnten. Natürlich sagte ich sofort zu.
Wir schrieben damals das Jahr 1980. Diese Werbefirmen hatten sich darauf spezialisiert, Busfahrten mit einem attraktiven Fahrziel auszuschreiben. Die Busse fuhren dann mit den Besuchern zu einer abgelegenen Gaststätte (Waldheim, Sportgaststätte abseits des Ortes). und Verkauften alle Arten von Waren: Kochtöpfe, Rheumabetten, Küchenmaschinen usw. |
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Am Nachmittag wurden die Busse dann zu Angora Moden in Deizisau weitergeleitet. |
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In der Werbung für diese Reisen wurde der Besuch beim Angora Hersteller groß, als günstige Einkaufsmöglichkeit für Angora-Produkte, herausgestellt. |
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Der Hintergedanke der Werbefirmen war, die Busreisende sollten Geld zum Einkauf bei Angora Moden einstecken (damals konnte man noch nicht mit der Scheckkarte bezahlen) |
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Zuerst fuhren jedoch die Busse zu den Verkaufsveranstaltungen der Werbefirma. Dort wurde natürlich versucht möglichst viel von ihren Produkten, vorher zu verkaufen. |
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Die Rechnung der Werbefirmen ging damals auf. Die Leute kamen zu einer preiswerten Tagesfahrt und hatten noch ihre Unterhaltung. |
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Es gab damals in den 80er Jahren 30-40 Werbefirmen Bundesweit, die diese Fahrten veranstalteten. |
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Die Werbefirmen suchten ständig neue Werbeziele. Deshalb kann man sich ausrechnen, wie lange man von einer Werbefirma angefahren wird. |
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Als die Werbefahrten nach einigen Jahren ausblieben, haben wir Busreisen zu uns selbst organisiert.
In Anzeigen in den lokalen Tageszeitungen, oder mit Wurfzetteln, die durch die Post versandt wurden, haben wir den Besuch bei Angora Moden in Deizisau ausgeschrieben.
Die Busse trafen am Vormittag, je nach Entfernung de zurückgelegt werden musste, gegen 10 Uhr bei uns ein. Den Besuchern wurde ein Lichtbildervortrag über die Gewinnung und Verarbeitung der Angora Wolle angeboten. Dann folge eine Modenschau mit Angora Strickwaren, die am Lager waren. Anschließend hatten die Busbesucher Gelegenheit sich in unserem Fabrikverkauf mit Angora Produkten einzudecken.
Als Fahrziel am Nachmittag hatten wir zuerst Urach, später Esslingen ausgewählt. Die Busse fuhren zum Mittagessen in eine Gaststätte, die wir ausgesucht und mit der wir die Besuche vereinbart hatten. |
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Am Nachmittag konnten die Besucher dort einen Einkaufsbummel machen. Gegen 16 Uhr fuhren die Busse dann wieder zurück. |
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Diese Einladungen konnten im Umkreis von rund 200 km erfolgen. |
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In größeren Entfernungen hatten wir auch zwei Tages Reisen organisiert. Bei diesen wurde dann am Abend noch ein Bunter Abend im Schwarzwald geboten. Dieser wurde von dem Wirt, der die Gäste beherbergte, geboten. |
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Er bestand meistens aus einem Stimmungsmusiker der spielte und sang, und dem Wirt der einige Witze erzählte. |
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Die Organisation dieser Bussreisen lässt sich auch auf Vereine und Organisationen ausdehen. |
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Mit gutem Erfolg wurden folgende Vereine angeschrieben: Seniorengruppen, Landfrauenvereine und nicht zu vergessen die Busunternehmen selbst, die auch Fahrten selbst organisieren. |
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Nicht verschwiegen soll werden: Die Organisation ist sehr arbeitsintensiv und erfordert für jeden Tag eine gute Vorbereitung. |
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Es kann ein bestimmter Umsatz erzielt werden, der sich dann aber nicht weiter steigern lässt, wenn die Kapazitäts Grenze erreicht ist. |
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Glücksache ist auch das Angebot vor Ort. Werden dort in dieser Zeit viele gute Fahrten angeboten, so lässt die Zahl der Gäste, die sich für die Busfahrt anmelden, zu wünschen übrig. |
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Wurden in den vergangenen Wochen wenig Fahrten angeboten, so ergeben sich mehr Anmeldungen als erwartet. |
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