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Unternehmen/Personen die sich mit der Verarbeitung von Angora Wolle befasst haben |
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2.Hälfte des 20. Jahrhunderts |
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Das vom Autor gegründete und aufgebaute Unternehmen.
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Angora Moden in Deizisau(59_000)
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Mit 16 Jahren wurde ich "Schurmeister" vom Kleintierzuchtverein in Schmiden (Heute: Fellbach-Schmiden). Aber beginnen wir von vorne: Es war nach dem zweiten Weltkrieg. Lebensmittel und Kleidung bekam man nur auf Marken. Geld war wertlos, als Währung galten Zigaretten. Wer etwas hatte konnte tauschen. Kaninchen hatte jeder, der die Gelegenheit hatte, sie zu halten. Wir hatten jedoch Angora Kaninchen, die nicht nur Fleisch, sondern auch Angora Wolle gaben. An Interessenten gab mein Vater ein Angora Jungtier ab gegen zwei schlachtreife Kaninchen. Hatten die Leute ihr Angora Jungtiere, so kam bald die nächste Frage: "Wie geht das mit dem Scheren". Und da empfahl mein Vater: "Mein Sohn kann sie Ihnen scheren." Und ich verdiente mir ein schönes Taschengeld, 50 Pfennig pro Angora Kaninchen. Nach der Währungsreform 1948 war dies dann ein gutes Geld. |
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Beim Scheren bei den Kunden tauchte die Frage auf, was mach ich mit der Angora Rohwolle. Nach und nach nahm ich den Angora Züchtern auch die Angora Rohwolle ab und tauschte diese in Angora Produkte um. |
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Am 1. September 1954 meldete ich dann mein selbständiges Gewerbe, eine Handelsvertretung an. Ich versuchte dann, Textilgeschäfte/Wäschegeschäfte als Kunden für den Verkauf von Produkten aus Angora Wolle zu gewinnen. |
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Beste Verkaufserfolge mit dem Verkauf von Angora Produkten hatte ich dann in den folgenden Jahren aber mit meinem Verkauf Stab von Privat Vertretern, die von Haus zu Haus gingen und Angora Wäsche direkt an den Verbraucher verkauften. |
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Ab ca. 1965 firmierte ich mit "Angora Moden". Ab ca. 1975 meldete ich im Handelsregister die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts: "Angora Moden" an. |
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Am 1.4.1988 folgte die Umwandlung in die Firma "Angora-Moden GmbH |
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Mein Vorsatz von Anfang an war es den Absatz von Angora Produkten zu organisieren. Zuerst war es eine Agentur für einen Hersteller; später kaufte ich meinen Bedarf an Angora Produkten selbst bei den Herstellern ein. Der Verkauf der Produkte erfolgte dann unter meiner eignenen Aufmachung. |
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Je weiter ich jedoch den Absatz der Angora Produkte ausbaute, desto schwieriger war es die entsprechenden, gut verkäuflichen Modelle von den Herstellern zu bekommen. |
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Ab dem Jahr 1977 fing ich deshalb an, die benötigten Angora Produkte selbst, im Verlagsystem zu produzieren. Bis zu 10 Lohnunternehmen arbeiteten in den folgenden Jahren für die Angora Moden. |
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Neue Artikel, produziert aus Angora Wolle kamen hinzu und wurden im Katalog angeboten. Aber auch auf wichtigen Ausstellungen im In- und Ausland waren wir mit einem Ausstellungsstand dann präsent. |
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Der Geschäfts Sitz war anfangs in Kemnat in der Gartenstraße, später Häslachstraße Nr. 8. 1970 verlegte ich den Geschäftssitz in Kemnat, in die Hauptstraße 30. 1979 wurde der Hauptsitz nach Deizisau in die Plochinger Str. 30 verlegt. Im Jahr 1996 zog ich mich in den Ruhestand zurück Der Betrieb wurde von meinem Sohn Ulrich Bauer jun. und dessen Ehefrau übernommen. |
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Altershalber hörte jetzt aber auch ein Lohnbetrieb nach dem anderen auf. Meine Nachfolger, mein Sohn und seine Frau, übernahmen die Maschinen von den Betrieben und produzierten in Deizisau weiter. So wurde aus der Angora Moden ein fast vollstufiger Fertigungsbetrieb. |
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mailto:Ulr.Bauer@angora.de |
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