Autor: Ulrich Bauer sen. D-73751 Ostfildern

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4. Natur "Wolle" und ihre Verwendung für die menschliche Bekleidung. Prophylaktische und Therapeutische Anwendungen. Bekleidung-Physiologische Anforderungen

 

Forschung und Wissenschaft

Physiologische Grundlagen und therapeutische Möglichkeiten textiler Segmente

Schriftenreihe Zentralblatt für Arbeitsmedizin Arbeitsschutz, Prophylaxe und Ergonomie

Dr. Curt Haefner Verlag GmbH Heidelberg von Werner Hanß 1981Eine große Bedeutung kommt den Angora-Segmenten auch bei der Rheumaprophylaxe zu.

Referent für Bekleidungsphysiologie der Medima-Werke in Maulburg


Lokale Rheuma-Therapie mit textilen Segmenten von P. Paetzel. (48_265)


Veröffentlicht im Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz, Prophylaxe und Ergonomie 28 (1978/4).

Auch dieser Test an den Berliner Feuerwehrleuten wurde schon erwähnt und das Ergebnis vorweggenommen. Jetzt folgt der ausführliche Bericht aus dem ich nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse anführen werde.


Bei Untersuchungen stellte sich heraus, dass neben Herz- und Kreislaufbeschwerden die Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparates, deren Ursache rheumatische Erkrankungen oder Erkrankungen der Bandscheiben waren, am meisten vorkamen.


Ein auslösender Faktor dieser Beschwerden ist falsche Körperhaltung, einseitige Belastung und vor allem Kälteeinwirkung.


Heilverfahren, die durchgeführt wurden, konnten zwar eine vorübergehende Minderung der Beschwerden bringen, die Beschwerden waren aber nach Aufnahme des Dienstes wieder da.


Es wurde zwar kontrolliert und unkontrolliert orale Medikamente eingesetzt, die aber auch negative Nebenwirkungen zu den Beschwerden aufwiesen.


Perkutane Behandlung (einreiben) mit Linimenten (Salben/Flüssigkeiten) kann wegen ihrer Art bei berufstätigen Personen nur beschränkt eingesetzt werden.


An dem Tragetest bei der Berliner Berufsfeuerweh nahmen in der Zeit vom Sept 73 bis Mai 75 302 Bedienstete der Exekutive teil. Jeder Bedienstete erhielt 2 gleiche Teile damit es durch die Wäsche nicht zu Unterbrechungen bei dem Trageversuch kam.


31 Feuerwehrleute schieden vorzeitig aus dem Dienst aus.

201 Feuerwehrleute litten bereits an Beschwerden, bei 70 Personen dagegen waren keine Erkrankungen, sondern nur leichte Beschwerden festzustellen.


In keinem Fall traten bei den Versuchspersonen während der Testzeit eine Verschlechterung ein. In 128 Fällen war eine deutliche Besserung festzustellen. In 17 Fällen trat eine Besserung bis zur vollständigen Schmerzfreiheit ein. Demnach war eine Schmerzlinderung bei 145 von 201 Personen, also bei 72 %, zu beobachten.


Es hat sich auch hier gezeigt, dass durch die Angora-Segmente eine Linderung der subjektiven Beschwerden bei rheumatischen Erkrankungen zu erzielen ist.


Die Wirkung wird darauf zurückgeführt, dass die Angora-Segmente vor allem im Bereich der Erkrankungen eine Wärmeabstrahlung verhindern und dadurch eine lokale Hyperämie (Wärmeansammlung) hervorrufen. Diese subjektive Schmerzlinderung führt nicht nur zu einer Verringerung der Fehlzeiten, sondern auch zu einer Einschränkung des Medikamentengebrauchs. Dadurch werden viele Risiken vermindert


Der Vorteil der Verwendung der Angora-Segmente liegt auch darin, dass mit ihrer Hilfe ein über den ganzen Tag sich erstreckene wärmetherapeutische Behandlung durchgeführt werden kann. Die sonst in der ärztlichen Praxis durchgeführten Applikationen (Anwendungen) trockener Wärme können auf diese Weise wirksam ergänzt werden.


Eine große Bedeutung kommt den Angora-Segmenten auch bei der Rheumaprophylaxe zu.

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