Autor: Ulrich Bauer sen. D-73751 Ostfildern

mailto:Ulr.Bauer@angora.de

4. Natur "Wolle" und ihre Verwendung für die menschliche Bekleidungs. Prophylaktische und Therapeutische Anwendungen. Bekleidungs-Physiologische Anforderungen

 

Presse Spiegel

Das weiße Gold der Angora-Kaninchen 4. Teil (ges. 7 Teile) (45_504)

1997 Deutscher Kleintier Züchter Nr. 23/97

Funktionen der Haut

Haben wir Schmerzen in Armen, Beinen oder am Rücken so reiben wir die schmerzenden Stellen mit Salben und Tinkturen ein. Wir wissen, dass die Wirkstoffe durch die Haut aufgenommen werden und die Schmerzen an den entsprechenden Stellen lindern.

Unsere menschliche Haut ist also ein sehr sensibles Organ. Ob wir uns in unserer Haut wohlfühlen, dazu trägt viel unsere Haut selbst bei.

 

Werden zum Beispiel bei Brandverletzungen über 50% der Hautoberfläche zerstört, so stirbt der Verunglückte.

Meist ist der Ausgang bei Verbrennungen nicht sofort tödlich, sondern das kritische Stadium tritt erst nach 2 - 3 Wochen ein. Der Patient erstickt, da die Hautfunktion und die Hautatmung nicht mehr ausreichend vorhanden ist und zu irreparablen Schäden in unserm Körper führt.

70-90% unserer Haut wird, je nach Witterung, von unserer Bekleidung bedeckt. Um sich wohlzufühlen ist es wichtig, was für Bekleidung, vor allem was für Unterbekleidung, auf der Haut getragen wird.

 

Was ist die beste Bekleidung für uns Menschen?

Eine gute Bekleidung für uns ist eine Bekleidung, die wir nicht am Körper spüren und in der wir uns wohlfühlen. Nicht jeder hat die Möglichkeit die Kleidung im Laufe des Tages immer wieder zu wechseln und damit der Witterung anzupassen.

Gehen wir am Morgen, wenn es noch kühl ist, aus dem Haus muss die Bekleidung angenehm sein,. arbeiten wir den Tag über, muss sie uns angenehm sein. Und auch noch am Abend sollen wir uns in der gleichen Bekleidung noch wohlfühlen können.

 

Zwei wichtige Punkte erwarten wir von unserer Bekleidung:

1. Thermophysiologischer Komfort:

Die Bekleidung soll zur Wärmeisolation beitragen.

Die Bekleidung muss auftretenden Körperschweiß vom Körper abnehmen und unmerklich mit einem Feutigkeitsdurchgangswiderstand, unter allen stationären Bedingungen, nach außen ableiten.

Die Bekleidung muss eine Pufferwirkung gegen plötzlich auftretenden Wasserdampf (Körperschweiß) bilden.

Die Bekleidung muss von außen auftretendes Wasser ableiten.

 

2. Hautsensorischer Komfort:

Die Bekleidung muss sich angenehm auf der Haut anfühlen und hautverträglich sein

Die statische Aufladung der Bekleidung muss in entgegengesetzter Polung zum Körper erfolgen nach dem alten physikalischen Lehrsatz: Gleichnamige Pole stoßen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an. Letzteres ist bei einer Bekleidung, in die man sich gerne einhüllt, der Fall.

Sind diese beiden Punkte erfüllt, so spricht man von einem angenehmen Tragekomfort der Bekleidung.

 

<<<zurück zur letzten Seite

weiter zur nächsten Seite>>>

<<<zurück zur letzten Übersicht

weiter zur nächsten Übersicht>>>

<<<zurück zur Hauptübersicht

mailto:Ulr.Bauer@angora.de