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4. Natur "Wolle" und ihre Verwendung für die menschliche Bekleidungs. Prophylaktische und Therapeutische Anwendungen. Bekleidungs-Physiologische Anforderungen
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Benetzbarkeit Paradoxon der Angora WolleHygroskopische und hydrophobe Faser in einem |
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2 Seelen mit entgegengesetzten Vorzeichen sind in der Angora Faser. Zum einen kann sie Feuchtigkeit in sich aufnehmen, zum anderen jedoch auch Feuchtigkeit abstoßen. Wie dies vor sich geht möchte ich ihnen im Zusammenhang mit diesen beiden Begriffen erklären.
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Hygroskopische Faser
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sind Fasern die Feuchtigkeit in sich aufnehmen können!
Eine hygroskopische Faser können wir in etwa mit einem Schwamm vergleichen. Z.B. wurde Wasser auf dem Boden verschüttet und wir saugen dieses Wasser mit einem Schwamm auf. Der Schwamm nimmt das Wasser in sich auf.
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So kann die Angora Faser auftretenden Körperschweiß in der Faser, vor allem in den Modulen, aufnehmen. Zusätzlich hat sie noch die Fähigkeit selbst zu quellen und so das Aufnahme Volumen noch wesentlich zu vergrößern. Dies ist vor allem wichtig wenn größere Mengen an Schweiß auftreten und diese zu verarbeiten sind.
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Hydrophobe Fasernsind Fasern, die Wasser abstoßen!
Die Aufnahme von Wasser durch die Faser wird verweigert, Wasser perlt an der Faser außen ab.
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Wie sind nun diese Gegensätze unter einen Hut zu bringen? |
Wenn Körperschweiß auftritt so hat dieser eine Temperatur von mindestens 37 Grad oder mehr. Warme Flüssigkeit wird von der Angora Faser angenommen.
Drücken Sie jedoch ein Angora Bekleidungsstück in ein kaltes Wasser, so wehrt sich das Kleidungsstück gegen die Wasser Aufnahme! Kaltes Wasser wird also abgestoßen!
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Ein praktischer Versuch kann diese Vorgänge beweisen:
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Um diesen Versuch bei meinen Vorträgen vorzuführen, ließ ich mir ein kleines Bügeleisen, mit dem Handgriff nach unten, also umgekehrt, auf ein Brett montieren. Die Heizfläche zum Bügeln schaute nach oben. Nun tauchte ich einen flauschigen Angora Stoff in ein flaches Behältnis mit kaltem Wasser. Der Angora Stoff wehrte sich gegen die Wasseraufnahme. Trotz gewaltsamen untertauchen in das Wasser im Behältnis springt er immer wieder nach oben und stößt das Wasser ab.
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Erst mehrmaliges, gewaltsame eintauchen und ausdrücken unter Wasser veranlasst den Angora Stoff zur langsamen zur Annahme von Wasser. Wenn der Stoff richtig nass ist, muss er leicht ausgedrückt werden. Legt man den nun feuchten Angora Strickstoff auf die angeheizte, handwarme Fläche des Bügeleisens, so beginnen die Angora Haare zu arbeiten. |
Die ganze Feuchtigkeit des Stoffstückes wird nach außen transportiert und nach etwa 10 Minuten sieht die Oberfläche des Stoffes aus wie eine Wiese im Morgentau. Tausende und Abertausende Wassertröpfchen hängen an den Angora Härchen was besonders unter einem Vergrößerungsglas sehr imposant aussieht. Mit diesem Versuch habe ich bei meinem Vorträgen immer wieder Verblüffung bei den Teilnehmern ausgelöst.
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