Autor: Ulrich Bauer sen. D-73751 Ostfildern

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4. Natur "Wolle" und ihre Verwendung für die menschliche Bekleidungs. Prophylaktische und Therapeutische Anwendungen. Bekleidungs-Physiologische Anforderungen

 

Yak, Jak oder Grunzochse

Yakhaare, Jak oder Grunzochse:

ein dem Auerochsen verwandtes Wildrind. Lebt in Zentralasien. Hat geschwungene Hörner und ein langes, schwarzes Fell. Domestizierte Tiere werden in China und in der Mongolei gezüchtet und gehalten. Sie liefern Milch, Fleisch, Wolle, Fell, Haut, Horn und Dung (Brennmaterial). Die Tiere sind unempfindlich gegen rauhe Witterung und leben in Höhen über 2 000 Meter.

Das Winterfell wird im Sommer in Klumpen abgeworfen. Nachdem das Grannenhaar von der Unterwolle getrennt ist, hat das Vlieshaar eine Feinheit von 20 Mikron. Länge der Vlieshaare 10 - 25 mm.

Pro Tier und Jahr werden 300 - 500 g Vlieswolle gewonnen.

 


 


 

Der Yak (Poephagus grunniensis)

ist ein asiatisches Hochgebirgsrind. Er wird wegen seines ständigen lauten Grunzen auch Grunzochse genannt und gehört zur Untergattung der Auerochsen.

Yaks werden seit der Jungsteinzeit (ca. 7000 v. Chr.) als Haustiere gehalten. Sie wurden und werden auch heute noch vielseitig genutzt. Der Yak liefert Milch, Fleisch, Wolle, Leder und Brennmaterial (getrockneter Kot) und Arbeitsleistung als Reit- und Lasttier. Die Ernährung der Bergnomaden Zentralasiens besteht zu über 90 Prozent aus Yakfleisch (häufig als Trockenfleisch), Milch und Milchprodukten.

 

Eine dauerhafte Besiedlung der holzfreien Hochflächen Tibets über 4500 m NN wäre nicht möglich, wenn nicht durch getrocknete Yakfladen die Energieversorgung gesichert werden könnte.

Von den insgesamt 15 Millionen Yaks leben ca. 85 Prozent in Tibet, China und der Mongolei. Der Rest verteilt sich auf Indien, Bhutan, Nepal und Kirgisistan.

Außerdem gibt es ca. 50000 wildlebende Yaks im tibetischen Hochland (5000-6000 m NN), die unter strengen Schutz gestellt sind

 


 


 

Der Yak verfügt über eine große Anpassungsfähigkeit an große Höhen, an geringen Luftdruck und an einen niederen Sauerstoffgehalt.

Sein Lebensraum sind Bergweiden in 3000 und 4000 m Höhe. Sommerweiden in Tibet erreichen sogar Höhen bis zu 5500 m. Der Yak kann große Kälte ertragen. Er kann ohne Schwierigkeiten Bergseen und Flüsse bei starker Strömung durchschwimmen (mit Reiter oder Gepäck), unabhängig von der Wassertemperatur. Yaks können gut klettern und bewegen sich auch auf schmalsten Gebirgspfaden sicher.

Das Gewicht der 3-4 jährigen männlichen Tiere beträgt ca. 350-400 kg, das der Kühe ca. 250-300 kg.

 

Yakwolle

wird, nachdem die Grannenhaare vom Vlies abgeschleudert sind, zur Herstellung von Wolldecken, Strickbekleidung verwenden.


Aus dem harten Grannen Material werden Stricken, Leinen, Filzstiefeln und Zelten hergestellt..

Der Yak besitzt eine lange Behaarung, die an den Rumpfseiten bis 40 cm lang werden kann. An der Unterseite des Rumpfes ist die Behaarung kurz.

 


 

Aus den etwas kürzeren Bauchhaaren werden die Tschupa, die mantelartigen Überwürfe, gewebt und genäht. Der Jak trägt Lasten bis zu hundert Kilo über Schnee und Gletscherfirn. Die sesshaften Bauern nehmen diese recht unbändigen Tiere auch unter das Joch und spannen sie vor den Pflug. Zu guter Letzt wird der Dung, meist durch die Kinder, sorgfältig eingesammelt. Da in diesen Bergregionen Brennholz fast überall fehlt, ist der getrocknete Jak-Fladen dafür unentbehrlicher Ersatz. Ein Leben in Tibet ist ohne Jak nicht denkbar.

Der Yak wurde schon vor Jahrtausenden domestiziert. Der Wildyak ist sehr viel größer als die Hausform; er erreicht eine Widerristhöhe von 180 cm. Die Wildform kommt nur noch in einigen Hochtälern Tibets vor. Die Zahl der noch vorhandenen Individuen soll weniger als 1000 betragen. Einige Wildyaks werden in chinesischen Zoos gehalten. Außerhalb Chinas kommt der Wildyak nicht vor. Bei den in Mitteleuropa lebenden Tieren handelt es sich ausschließlich um domestizierte Tiere.

 

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