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Angora Kaninchen > Zucht, Haltung und die Verwertung der Angora Wolle |
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Teil 2: Kleintierzucht in Österreich |
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Karl Rudinger, Präsident des Reichsverbandes Österreichischer Kleintierzüchter, bedankte sich für die Einladung nach Vorarlberg. Überrascht sei er, dass sich die Vorarlberger, vor allem der Dornbirner Verein, an so eine gigantische internationale Veranstaltung gewagt habe.
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Rudinger gab eine Übersicht über die Entwicklung der Kleintierzucht-Verbände nach dem Kriegsende. Früher existierte in Wien die zentrale Leitung der Österreichischen Kleintierzüchter, Leider wurde die Verbindung mit den Landesverbänden immer schlechter, so dass zuletzt die Landesverbände von Wien abgebröckelt sind und sich selbständig machten. Niemand wusste zu dieser Zeit so recht, was aus der österreichischen Kleintierzucht werden sollte.
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1970, anlässlich der Europa Schau in Stuttgart, hatte diese für Österreich den Anstoß gegeben, dass es so nicht weitergehen könnte. Die österreichischen Kaninchenzüchter waren traurig, dass sie sich an dieser Europa Schau nicht beteiligen konnten. In dieser Situation wurde eine Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Landesverbände gegründet und es wurden 240 Tiere in Stuttgart angemeldet und ausgestellt. Die treibende Kraft für diese Beteiligung war der jetzige Vorarlberger Landespräsident Hans Petzold. Dass in Osterreich gutes Tiermaterial vorhanden war, zeigte sich bei dieser Europa Schau in Stuttgart. Die österreichischen Zuchtfreunde konnten sehr gute Preise mit nach Hause nehmen.
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Schon im November 1970 fand in Wels die Bundesschau der Arbeitsgemeinschaft statt. Finanziell konnte hierzu auf keinerlei Mittel zurückgegriffen werden, da der alte Bundesvorstand in Wien weder eine Kassenabrechnung noch sonstige finanzielle Unterlagen vorgelegt hatte. Ohne Rückhalt und aus der eigenen Tasche haben die Zuchtfreunde diese Bundesschau in Wels gestartet. Dies bildete den Grundstein da-zu, eine funktionierende Dachorganisation für die Landesverbände zu gründen. Auch heute noch setzen sich die Landesverbände zusammen und bestimmen die Richtlinien. Die Dachorganisation ist also die Organisation für die Landesverbände geblieben. Es gibt Fachorganisationen für die einzelnen Sparten. Alle Fragen und Probleme werden dem Präsidium vorgelegt. Mit dieser neuen Organisation konnte in den wenigen Jahren bis heute sehr viel erreicht werden.
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Die Sparten Obmänner sind für die Zeitungsberichte zuständig. Das Präsidium ist immer geneigt, die von diesen Fachleuten vorgelegten Vorschläge zu prüfen und anzunehmen. Das Fachorgan der österreichischen Kleintierzüchter ist die Zeitschrift gleichen Namens (ÖKZ). Diese wurde von der früheren Zentrale in Wien mit 1 400 Exemplaren, darunter 300 Freiexemplare, übernommen. Sie umfasst 12 16 Seiten und erschien ca. 10mal im Jahr, da verschiedene Nummern im Sommer als Doppelnummern zusammengefasst wurden, 1973 wurde die Redaktion von Wien nach Ried im Innkreis verlegt. Alle Mitarbeiter der Zeitung sind ehrenamtlich tätig. Dieses Team hat es in den vergangenen zehn Jahren fertig gebracht, die Zeitschrift wieder zu Ansehen zu bringen. Heute erscheint sie in einer Auflage von 12 00 Exemplaren.
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Es gibt in Österreich zwischenzeitlich 9 000 organisierte Kaninchenzüchter. Turnusgemäß wird alle zwei Jahre eine Bundesschau durchgeführt. Die nächste Bundesschau findet am 30. 11. und 1. 12. dieses Jahres in Wels statt. Außerdem haben sich die österreichischen Kleintierzüchter um die Europa Schau nach Wels beworben.
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